Kategorie-Archiv: Aktuelles

Gemeinsame Jugendübung mit Oberalteich

Am 22. Mai 2015 haben die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Bogenberg und Oberalteich eine Übung abgehalten.

Angenommen wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes im Industriegebiet Furth. Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle erklärte uns Stefan Engl, ein Jugendwart von Oberalteich, die Lage. Danach bauten wir von einem Unterflurhydranten eine Wasserversorgung zum Verteiler auf. Von dort aus schützten wir nebenstehende Gebäudeteile vor Funkenflug und einer Ausbreitung des Brandes. Als wir den Löschaufbau erstellt hatten, tauschten wir die Positionen mit den Jugendfeuerwehr’lern aus Oberalteich durch. Anschließend wurde die Übung mit dem Oberalteicher Kommandanten Robert Gierl noch nachbesprochen. Zuletzt versammelten wir uns im Gerätehaus in Furth, wo wir den Abend noch gemütlich ausklingen ließen. Gemeinsame Jugendübung mit Oberalteich weiterlesen

Besuch in Holzkirchen am 17.04.2015

Am 17.04 fuhr eine Gruppe unserer Feuerwehr nach Holzkirchen, um den Kerzenträgern bei ihrem Training zuzusehen.

Ab Ostern üben sie dreimal in der Woche das Tragen der 50 kg schweren Holzkerze.

Von Thomas Haslinger, dem Organisator der alljährlichen Kerzenwallfahrt und einigen Kerzenträgern wurden wir herzlich begrüßt.
Geübt wurde auf einer Wiese mit einer „Übungskerze“ ohne Wachs.

Wir bewunderten die Kerzenträger wie sie mit einer Leichtigkeit die Kerze hin und her trugen und diese gekonnt ausbalancierten.

Nach ihrem Training durften wir es auch ausprobieren. Sofort nach dem Anheben der Kerze merkten wir, dass es nur leicht und spielerisch aussieht, es aber in Wirklichkeit höchst anspruchsvolle und kraftzerrende Arbeit ist, die Kerze zu heben und zu tragen.

Einige schafften tatsächlich die „Übungskerze“ einige Meter weit zu tragen.

Anschließend wurden wir von den Holzkirchnern zu einer Brotzeit eingeladen.

Nach dem gemütlichen Abend fuhren wir mit dem Versprechen heim, nächstes Jahr zum Training wieder vorbei zu schauen.

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Maibaum aufstellen 01.05.2015

Am 1. Mai stellte die Feuerwehr Bogenberg wieder den Maibaum in Breitenweinzier auf.
Dieses Jahr wurde der Baum von Kreis- und Stadtrat Ralf Kietzke gespendet.
Nach erfolgreicher Wache am Tag zuvor, ging es um 10 Uhr mit dem Aufstellen los. Nach Anbringen der Kränze und des Gipfels wurden sie von den Kindern geschmückt. Zeitgleich bereiteten einige Helfer mit Hilfe von Ehrl Erwin die „Holz-Schwaiberln“ vor. Danach wurde der Baum mit Muskelkraft vieler Helfer in die Höhe gestemmt. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse sicherte Lorenz Alex den Maibaum während des Aufstellens mit seinem Bagger ab. Nach gut einer Stunde war es geschafft. Anschließend fand das Maifest im Zelt vor dem Feuerwehr Haus statt. Maibaum aufstellen 01.05.2015 weiterlesen

64 Stunden Brandeinsatz (mit Nachlöscharbeiten u. Brandwache) für die FF Bogenberg

Einsatz Brand bei Wiesenhof in Bogen
   
Datum/Uhrzeit 16.02.2015  00:00
Einsatzstelle Hofweinzier bei Bogen
Einsatzart Brand
beteiligte Hilfskräfte FF Dachsberg
FF Elisabethszell
FF Falkenfels
FF Heilbrunn
FF Höhenberg
FF Landorf
FF Neurandsberg
FF Obermühlbach
FF Rettenbach
FF Sparr
FF Wetzelsberg
FF Au vorm Wald
FF Bogen
FF Bogenberg
FF Degernbach
FF Gaishausen
FF Hunderdorf
FF Kößnach
FF Münster
FF Niederwinkling
FF Oberalteich
FF Parkstetten
FF Pfelling
FF Pillnach
FF Pondorf
FF Reibersdorf
FF Schwarzach
FF Steinburg
FF Waltendorf
FF Welchenberg
FF Windberg
FF Geiselhöring
FF Mallersdorf
FF Amselfing
FF Schambach
FF Straßkirchen
FF Straubing
Feuerwehren anderer Landkreise
THW
Rettungsdienst
Polizei
UG-OEL
Führungskräfte vor Ort KBR Albert Uttendorfer
KBM Bernhard Gruber
KBI Markus Weber
KBM Günther Neuhierl
KBM Thomas Höchbauer
KBI Klaus Weninger
KBM Thomas Schießl
KBM Joachim Faltl
KBI Werner Schmitzer
KBM Moritz Mannes
   
nähere Informationen
Der Rosenmontag 2015 wird im Landkreis Straubing-Bogen so schnell nicht vergessen werden: einen Brand in dieser Größenordnung hat es seit fast 30 Jahren nicht mehr gegeben. Kurz nach Mitternacht war ein Großbrand bei der Lohmann AG, besser bekannt als „Wiesenhof“ in Hofweinzier bei Bogen ausgebrochen. Noch in den Mittagsstunden waren 469 Feuerwehreinsatzkräfte aus 37 Feuerwehren des Landkreises Straubing-Bogen und zusätzliche Verstärkung aus den Nachbarlandkreisen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Brandspezialisten der Kriminalpolizei Straubing haben die Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden wird im höheren zweistelligen Millionenbereich angesiedelt.
Es war 0:08 Uhr als die Integrierte Leitstelle (ILS) Alarm auslöste. Sie war durch einen Arbeiter der Frühschicht informiert worden, der bei seiner Ankunft auf dem Betriebsgelände Flammen aus einer der Produktionshallen bemerkt hatte. Bei der Anfahrt der ersten Feuerwehren schlugen die Flammen bereits aus dem Dach und die ersten Nachalarmierungen wurden durchgeführt. „Nach der ersten Erkundung auf dem Gelände mit einem 6.000 Quadratmeter großen Hallenkomplex war klar, dass mehr Wasser benötigt wird als hier zur Verfügung steht“ erklärt Kreisbrandrat Albert Uttendorfer, der den Einsatz leitete. Sofort wurden die drei Dispo-Gruppen „Wasser“ aus dem gesamten Landkreis Straubing-Bogen zum Einsatzort gerufen. Durch die sehr hohen Gebäude waren gleichzeitig mehrere Drehleitern erforderlich, die von den Feuerwehren der Stadt Bogen, der Stadt Straubing, Mallersdorf, Metten, Plattling, Viechtach und der Gelenkmast der Stadt Straubing (Werkfeuerwehr Dingolfing war angefordert, aber defekt) gestellt und eingesetzt wurden. Natürlich galt das erste Augenmerk dem Brand, jedoch war von Anfang an auch der Blick auf die hohen Mengen von gelagertem Ammoniak gerichtet, das es zu schützen galt. Ständig durchgeführte Messungen ergaben, dass für die Bevölkerung zu keiner Zeit Gefahr bestand. Erschwerend kam bei diesem Brandeinsatz hinzu, dass durch herabfallende Teile der Dachkonstruktion kein Innenangriff gestartet werden konnte. Die Löscharbeiten mussten ausschließlich von außen über seitliche Eingänge und über Dach gemacht werden. Für die Wasserversorgung wurden sieben B-Leitungen von der Donau her zum Brandobjekt gelegt. Zum Verständnis dieser Dimension: das waren insgesamt 11,2 Kilometer Schlauchstrecke bzw 560 B-Schläuche, die zu den Verteilern für die Löscharbeiten führten. Insgesamt war die Koordination dieses Einsatzes mit mehreren hundert Einsatzkräften eine logistische Meisterleistung. Als zweite besondere Herausforderung war der Großbedarf an Atemschutzkräften zu bewerkstelligen: in der Mittagszeit waren 76 Atemschutzträger aus dem Landkreis Straubing-Bogen im Einsatz sowie zusätzliche 30 Mann aus Plattling, Metten, Viechtach, Straubing Stadt und Wörth an der Donau. Am frühen Nachmittag rückte zusätzlich der Atemschutzcontainer der Berufsfeuerwehr Regensburg und der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg Löschzug Winzer an, um die Sicherstellung des Atemschutzes für die nächsten 24 Stunden zu gewährleisten. Sie alle wurden vom Kreisbrandmeister für Atemschutz Bernhard Gruber in einem eigenen Zelt betreut und koordiniert. Wertvolle Arbeit bei der gesamten Logistik leistete auch die UG-OEL (Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter) von der FF Parkstetten. „Insgesamt waren fünf Abschnittsleiter eingesetzt, die mit der gesamten Mannschaft hervorragende Arbeit geleistet haben“ sagt Kreisbrandrat Albert Uttendorfer, der auch die landkreisübergreifende Zusammenarbeit lobt – beispielsweise den Einsatz der Fernüberwachung aus Viechtach zur Unterstützung von Abschnittsleiter West KBI Werner Schmitzer. Durch das Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen seien auch keine Personenschäden durch Brand oder Rauch bei den Einsatzkräften aufgetreten. Vier Kameraden seien beim Ausrutschen auf Eis leicht verletzt worden. „Vor allem in den frühen Morgenstunden war der Kampf gegen die Kälte ein zusätzliches Erschwernis, denn das Löschwasser gefror sofort am Boden und schaffte große Eisflächen auf dem Gelände“, so Uttendorfer. Seitens des Rettungsdienstes waren ständig zwanzig Einsatzkräfte vor Ort, wie als Einsatzleiter Thomas Dietweger vom BRK erklärte. Nicht nur die Bereitschaft für den Fall eines Notfalles, sondern auch die Verpflegung aller eingesetzten Kräfte mit warmen Getränken und Speisen oblag dem BRK und wurde angesichts des stundenlangen Einsatzes bei eisigen Temperaturen dankbar angenommen.

Um dem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen freie Zufahrt zu gewähren und die Arbeit der Einsatzkräfte nicht noch durch starken Verkehr zusätzlich zu erschweren wurde die Staatsstraße 2125 komplett gesperrt. Völlig unverständlich jedoch die Rücksichtslosigkeit und Frechheit unzähliger Autofahrer im Umgang mit einer Totalsperre, die durch ein blinkendes Polizeifahrzeug, Umleitungsschild und Polizeibeamten mit „Stoppschild“ mehrfach gekennzeichnet ist.

Die Brandursache ist unklar. Untersuchungen haben die Kriminalpolizei Straubing und Brandspezialisten aufgenommen. Durch das Einstürzen von Zwischenwänden und Dachteilen sowie bestehender Einsturzgefahr weiterer Gebäudeteile kann der Brandort von den Ermittlern derzeit jedoch nicht betreten werden. Auch die Zukunft der teilweise bis zu 1000 Arbeitsplätze der Lohmann AG (Deutschlands größtem Geflügelproduzenten mit deutschlandweit insgesamt 5700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro) am Standort Hofweinzier ist derzeit völlig ungewiss.

Verfasser: KFV-Pressereferentin Irmgard Hilmer, Foto: Irmgard Hilmer